„Mia san #einsatzbereit“ – das ist nicht nur ein Slogan auf unseren aktuellen Werbeplakaten, sondern gelebte Realität. Bereits 30 Mal wurden wir in diesem Jahr zu Einsätzen gerufen. Dazu kommen zahlreiche Übungsabende und spezielle Schulungen, bei denen unsere Feuerwehrfrauen und -männer regelmäßig ihr Wissen und Können erweitern.
Ein besonderes Highlight war die groß angelegte Ganztagsübung am Samstag, den 17. Mai 2025. Acht realitätsnahe, vorher unbekannte Einsatzszenarien warteten auf unsere Einsatzkräfte – verteilt über den gesamten Tag. Alarmiert wurde wie im echten Ernstfall über eine eigens eingerichtete Übungsleitstelle. Und dann ging’s los: Möglichst realitätsnah mit Blaulicht, Martinshorn, Zeitdruck – die Spannung war spürbar.
Die Übungseinsätze waren aufwändig vorbereitet: Mit Blitzleuchten und Nebelmaschinen wurden Feuer und Rauch in Gebäuden simuliert, sieben Verletztendarsteller – darunter auch zwei Kinder – spielten mit großer Überzeugungskraft. Die Szenarien waren abwechslungsreich und fordernd:
Eine schwerverletzter Arbeiter musste schonend mit der Drehleiter von einem Garagendach geborgen werden, gleichzeitig kenterte ein Boot – eine Frau trieb im kalten Wasser. Beide wurden schnell gerettet.


Ein anderes Mal war eine Person war in einen Kanalschacht an der OMG-Schule gestürzt. Durch die engen Platzverhältnisse gestaltete sich die Rettung schwierig, zumal im Übungsszenario davon ausgegangen wurde, dass sich im Kanal gesundheitsgefährdende Gase befinden und die Kameraden entsprechend unter schwerem Atemschutz vorgehen mussten.
Parallel zu diesem Einsatz war ein Spaziergänger einen steilen Hang nahe Vogelherd hinuntergefallen. Mit Flaschenzug, Schleifkorbtrage und unserer Drehleiter gelang auch diese Rettung.


Ein Schwerpunkt lag auf Erster Hilfe: Ein simulierter Verkehrsunfall, der schnell zu einem Massenanfall von Verletzten (MANV) heraufgestuft wurde, forderte unsere Mannschaft psychisch wie physisch. Viele Patienten, eine eingeklemmte Person unter einem PKW – trotz kühler Temperaturen kamen unsere Einsatzkräfte ordentlich ins Schwitzen.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter: Ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen – mit acht eingeschlossenen Personen – stellte die nächste Herausforderung dar. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Allmannshausen und Bachhausen konnten alle Personen unter Atemschutz gerettet werden. Die Drohne der Feuerwehr Bachhausen lieferte dabei wichtige Lagebilder aus der Luft. Mit begrenztem Löschwasser wurde ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude erfolgreich verhindert.


Es folgte ein Gefahrstoffaustritt mit mehreren unmittelbar betroffenen Arbeitern, bei dem die Kräfte in Chemikalienschutzanzügen vorrücken mussten. Unterstützung kam hierbei von der Feuerwehr Kempfenhausen.


Den Abschluss bildete ein schwerer Verkehrsunfall: Ein PKW war gegen einen Baum geprallt, mehrere Personen waren verletzt und eingeklemmt. Mit Seilwinde, Schere und Spreizer wurden die Verletzten befreit und an den Rettungsdienst übergeben.




Hinter den Kulissen hatten Kommandant Martin Höbart und Kreisbrandmeister Thomas Schade alle Szenarien bis ins Detail geplant. 42 Feuerwehrleute nahmen an der Übung teil – so viele, dass kurzerhand sogar der Gemeindebus in ein provisorisches Einsatzfahrzeug umgewandelt wurde.
Solche Übungstage sind ein wichtiger Baustein unserer Ausbildung – denn nur wer regelmäßig unter realistischen Bedingungen trainiert, kann im Ernstfall schnell und sicher helfen. Unsere motivierten und bestens ausgebildeten Einsatzkräfte sind die besten Botschafter der Freiwilligen Feuerwehr – deshalb heißt ein weiteres Plakat unserer Kampagne:
Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben – an die Planer, die Helfer, die Verletztendarsteller – und natürlich an unsere aktiven Mitglieder, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bereitstehen, wenn Hilfe gebraucht wird!

