Technik

Ein Feuerwehrgerätehaus benötigt auch ein wenig besondere Technik da es rund um die Uhr in geeigneter Form zur Verfügung stehen muss.

So hat unser Gerätehaus als Besonderheit eine Notstromeinspeisung die bei längerem Stromausfall eine teilweise Einspeisung von Strom über ein Aggregat zulässt. Auch gibt es zwei USV’s (unabhängige Stromversorgung) welche die Telefonanlage und die Einsatzzentrale (Funktisch) bis zu 60 Minuten in Betrieb halten können. Ferner verfügen die Hallen sowie die Schlauchstätte über Notstromleuchten welche bis zu zwei Stunden eine Mindestbeleuchtung sicherstellen.

AlarmInformationsSystem AIS

AlarmInfoSys
Die Feuerwehr Berg verfügt über ein sogenanntes Alarminformations System. Hierfür hängen zwei Bildschirme in der Halle welche im Einsatzfall die Einsatzdaten und den Einsatzort anzeigen. So ist es möglich in kürzester Zeit eine etwaige Anfahrt zu erfahren ohne in einer Karte erst die Straße suchen zu müssen.

Alarmsteuerung

Ein weiteres hochwertiges Tool ist die „Alarmsteuerung“.

Diese ermöglicht es nachts beim Zutritt durch eine Tür in die Fahrzeughalle durch einen Druck auf den „Steuer-Knopf“ die gesamte Beleuchtung einzuschalten.
Dies beinhaltet die gesamte Innenbeleuchtung der Halle sowie die Alarmbeleuchtung rund um das Gebäude.

Durch diese einfache und nützliche Steuerung werden unnötige Unfälle in der Dunkelheit vermieden.

Obergeschoss

Im oberen Stockwerk des Gerätehauses sind der Lehrsaal und das Florialm Stüberl untergebracht.

Lehrsaal

Der Lehrsaal dient, wie der Name schon sagt, vorrangig den theoretischen Schulungen für die Einsatzkräfte. Aber auch die Jahreshauptversammlung sowie Sitzungen finden in dem Saal statt. Ferner nutzen teilweise andere Vereine den Saal für Ihre Jahreshauptversammlungen, explizit der Burschenverein ist öfters zu Gast, da dieser keine eigenen Räumlichkeiten hat.

Stüberl | Flori-Alm

Das Stüberl ist der Ort für den gemütlichen und kameradschaftlichen Teil nach Übungen, Einsätzen oder auch Sitzungen.
Unser Stüberl wird durch zwei Stüberlwirte bewirtschaftet, welche nach jeder Übung ein Abendessen anbieten und sich um Alles Drumherum kümmern. Auch bei Großschadenslagen wird die Flori-Alm genutzt um die Einsatzkräfte – gegebenenfalls auch anderer Feuerwehren – zu Versorgen. Im Jahr 1999 war das Stüberl sogar eine große Einsatzzentrale.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des Gerätehauses gibt es eine neue und eine alte Fahrzeughalle.

Ferner befinden sich auf diesem Geschoss noch eine Werkstatt und eine Zentrale sowie alle Kleiderhaken der aktiven Einsatzkräfte.

Im Rückraum des Gerätehauses findet sich noch eine Fertiggarage die als weiteres Lager dient und in der der Vorwarnanhänger des Landkreises untergebracht ist.

Neue Fahrzeughalle

Halle Neu 2
Halle Neu 1
In der neuen Fahrzeughalle befinden sich die Großfahrzeuge Hilfeleistungslöschfahrzeug und Drehleiter mit Korb. Im Rückbereich sind noch mehrere Kleiderhaken der Einsatzkräfte vorhanden.

Alte Fahrzeughalle

Halle-Alt-1
Halle Alt 2
In der alten Fahrzeughalle befinden sich die „kleineren“ Fahrzeuge wie das Mehrzweckfahrzeug, das Löschfahrzeug LF10 und der Rüstwagen. Hier ist das Platzproblem aufgrund des Altbaus nicht zu übersehen. Ebenfalls in diesem Bereich ist die Atemschutzwerkstatt untergebracht.

Einsatzzentrale

Zentrale

zentrale
Im Mittelteil zwischen neuer und alter Fahrzeughalle befindet sich die Einsatzzentrale. In dieser befindet sich ein Funktisch, der Rechner für das AlarmInfoSystem sowie ein PC für die Einsatznachbearbeitung. Auch werden hier alle Einsatzberichte bearbeitet bzw. dokumentiert. Bei Großschadenslagen wird die Zentrale als Koordinationsstelle für die Feuerwehr Berg und ggf. auch für die Gemeinde Berg genutzt. Hier laufen dann alle Anrufe seitens der Leistelle und / oder Kreiseinsatzzentrale auf, werden zur Sichtung an das Führungsfahrzeug übergeben und im Anschluss die erforderlichen Einheiten und Fahrzeuge auf die Einsätze verteilt.

Im Herbst 2016 wurde hier die Technik und das Design umfangreich modernisiert:
So veranlasste die Gemeindeverwaltung Berg den Einbau einer neuen Telefonanlage welche Sprachansagen sowie die Steuerung der Telefone bei Großschadenslagen mit Warteschleife ermöglicht. Auch wurden viele Räume an ein gebäudeinternes Netzwerk angebunden – dies ermöglicht eine effiziente Vernetzung der Werkstätten, Zugriff auf Daten bei Schulungen und eine umfangreiche Datenverarbeitung. Ebenfalls hat der Funktisch ein fest eingebautes Digitalfunkgerät erhalten.

In Eigenregie und auf Kosten des Vereins wurde die Einsatzzentrale mit einem neuen Radio und stabilen Edelstahlplatten ausgerüstet. Ferner wurden alle veralteten Bestandteile der Technik entfernt und somit auf den minimalen Bedarf angepasst.

Zentrale Atemschutzwerkstatt



Die zentrale Atemschutzwerkstatt registriert, prüft und reinigt sämtliche Atemschutzgeräte aller fünf Feuerwehren der Gemeinde. Dazu stehen drei speziell ausgebildete Atemschutzgerätewarte aus den Reihen der aktiven Mannschaft und der Minijob Gerätewart bereit. Die Geräte werden nach Gebrauch in die Atemschutzwerkstatt angeliefert. Dort werden sie gereinigt, die Masken und Lungenautomaten kommen in ein Desinfektionsbad. Im Trockenschrank wird die letzte Restfeuchtigkeit entfernt, damit die Atemschutzgeräte und Masken dann auf einem Prüfstand auf ihre Einsatztauglichkeit geprüft werden können und wieder bereit für den nächsten Einsatz sind. Zwischenzeitlich befüllen die Gerätewarte die geleerten Atemluftflaschen wieder mit dem vorhandenen Atemluftuftkompressor. Sollten an einem Gerät ein Defekt auftreten, wird dieser in der zentralen Atemschutzwerkstatt repariert, bevor es wieder in den Einsatzdienst geht, da hiervon die Menschenleben der Feuerwehrangehörigen abhängen. Jedes Atemschutzgerät muss für die Sicherheit der Nutzer einer turnusmäßigen Wartung unterzogen, was ebenfalls Aufgabe der zentralen Atemschutzwerkstatt ist.

Kellergeschoss

Das Untergeschoss dient weitestgehend als Lagerraum.

Durch den großen angrenzenden Bunker ist hier ausreichend Platz. In den Vorraum rund um die Schlauchstätte haben alle Gemeindefeuerwehren mit Ihren Schlüsseln Zugang.

Zentrale Schlauchstätte



In der zentralen Schlauchwerkstatt für alle Feuerwehren der Gemeinde Berg werden durch angehörige der Feuerwehr Berg und den Minijob Gerätewart sämtliche Schläuche der Gemeindefeuerwehren registriert, nach Gebrauch geprüft, gewaschen und getrocknet. Anschließend kommen die Schläuche gewickelt in ein Regallager, in dem die Feuerwehren benutzte Schläuche gegen gereinigte und geprüfte Schläuche tauschen können. Bei Bedarf werden Reparaturen an den Schläuchen durchgeführt. Für die Arbeiten steht im Keller des Feuerwehrhauses ein kleiner Werkstattbereich, eine halbautomatische Wasch- und Prüfstraße sowie ein Schlauchtrockenturm zur Verfügung, der auch für Übungen genutzt wird. Pro Jahr durchlaufen mehr als hundert Kilometer Schlauch die zentrale Schlauchwerkstatt.

Lager

Im Keller des Feuerwehrhauses wird sämtliches für einen Einsatz benötigtes Verbrauchsmaterial wie Ölbindemittel, Folien, Schaummittel und Rüstholz zentral gelagert. Im Bedarfsfall wird das Material dann zur Einsatzstelle gebracht oder der bei jeder Feuerwehr vorhandene Grundbestand für den Regeleinsatz wieder aufgefüllt.

Ausgelagert - Kleiderkammer

Um neue Feuerwehrmitglieder einkleiden zu können oder im Verlauf eines Einsatzes beschädigte Schutzkleidung tauschen zu können, verfügen die Feuerwehren der Gemeinde Berg über eine zentrale Kleiderkammer. Hier sind Einsatzjacken, Hosen, Helme und Stiefel in sämtlichen Größen vorhanden, was deutlich kostensparender ist, als bei jeder Feuerwehr eine eigene Kleiderkammer vorzuhalten. Noch dazu kommt die lange Lieferzeit von bis zu 12 Wochen für die Feuerwehrkleidung, da diese zwar keine Designerstücke sind, aber nur auf Bestellung gefertigt werden.