Vereinsausflug der Feuerwehr Berg zum Rodeln am Wallberg mit anschließender "bayerischer Olympiade"
Endlich war es so weit! Nachdem unser Vorstand den Feuerwehrausflug schon im Januar angekündigt hatte trafen sich 26 unerschrockene Feuerwehrler am Samstag um 10 Uhr am Gerätehaus in Berg um zu einem Rodelausflug an den Wallberg aufzubrechen.
Während einige noch mit der frühen Uhrzeit zu kämpfen hatten (es war schließlich Samstag!), waren die anderen schon bester Laune und freuten sich auf einen spannenden Ausflug. Nach einem kurzen Abstecher zum Getränkemarkt Albrecht, bei dem sich einige Kameraden noch mit flüssiger Verpflegung eindeckten ging es endlich los in Richtung Tegernsee.
Nach einer lustigen Fahrt, bei der wir nahezu ununterbrochen mit Witzen unseres Busfahrers Charly unterhalten wurden, erreichten wir um 11:15 Uhr unser Ziel. Bei einem Gruppenfoto wurde dann erst einmal der einwandfreie gesundheitliche Zustand aller Rodler festgehalten, bevor der Aufbruch in Richtung Gipfel startete. Hierzu teilte sich die Mannschaft in zwei Gruppen. Die eine Gruppe von 9 tapferen Bergsteigern hatte sich vorgenommen den Gipfel zu Fuß zu erklimmen, die andere weit größere Gruppe bestand aus wagemutigen Adrenalinjunkies, die die ca. 25 minütige Abfahrt gleich drei Mal wagen wollte.
Aus Sicht der „Bergsteiger“ lässt sich sagen, dass der Aufstieg zwar recht beschwerlich, aber dennoch sehr schön gewesen ist. Mit unseren Schlitten stapften wir durch den frischen Schnee den steilen Weg hinauf und jeder der dachte die angegebenen 3 Stunden Aufstiegszeit seien grob übertrieben musste bereits nach kurzer Zeit feststellen, dass die Zeit wohl doch eher realistisch berechnet war. Zumindest nutzten wir die auf dem Weg liegende Berggaststätte für eine kurze Einkehr und stärkten uns mit Suppe und Getränken bevor wir den finalen Aufstieg (von immer noch ca. 2 ¼ Stunden) in Angriff nahmen. Dem Zustand des Weges konnten wir entnehmen, dass vor uns schon längere Zeit keiner mehr den Aufstieg mit Schlitten gewagt hatte und wahrscheinlich so bald auch nicht mehr wagen wird. Nur unserer gegenseitigen Fürsorge ist es zu verdanken, dass auch unser Kamerad Stephan Fenzl nicht zurückgeblieben ist, nachdem er bei einer kurzen Rast nahezu vollständig im Schnee versunken ist.
Schwitzend und vollkommen abgekämpft erreichten wir um kurz vor drei Uhr die Liftstation am Gipfel und trafen dort auch unsere fleißigen Dauerrodler. Nach einer kurzen Stärkung im Gipfelrestaurant begannen wir um 16.00 Uhr mit der gemeinsamen Abfahrt. Da die Strecke mittlerweile schon stark gelitten hatte, war diese Abfahrt ein waghalsiges Unternehmen. Bereits nach der ersten Kurve mussten sich die ersten Kameraden dem gefährlichen Untergrund geschlagen geben und landeten im Schnee. Doch trotz dieser Widrigkeiten konnte man nach 25 Minuten am Fuße des Wallbergs in die lachenden Gesichter der Teilnehmer blicken und wir mussten zu unserer eigenen Überraschung feststellen, dass alle den halsbrecherischen Teil unseres Ausflugs bis auf ein paar blaue Flecken unbeschadet überstanden hatten.
Zum geselligen Teil brachen wir dann ins Tegernseer Brauhaus auf, wo wir nach einem zünftigen Essen bei einer bayerischen Olympiade unsere bajuwarischen Befähigungen unter Beweis stellen konnten. Hierzu wurden drei Gruppen gebildet, die unter Leitung von Florian Knappe in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander antreten mussten. Nach drei spannenden Wettkämpfen im Fingerhackeln, (Kunst-) Kuhmelken und Masskrugstemmen konnten unsere im Schnitt älteste Gruppe den Sieg feiern und nahm neben einem kleinen Präsent für jeden Teilnehmer der Siegergruppe auch noch ein Zertifikat zum Diplom-Bayer entgegen.
Um 20.00 Uhr verließen wir das schöne Tegernseer Brauhaus um in Richtung Heimat aufzubrechen. In der kurzen Zeit die der Bus vom Parkplatz bis zur Vorfahrt vor das Restaurant benötigte leistete sich unsere Jugend mit einem Teil der älteren Kameraden eine hitzige Schneeballschlacht, bei der jedoch bis zum Abbruch aufgrund eiskalter Finger kein Sieger ermittelt werden konnte.
Gegen 21.30 Uhr erreichten wir schließlich, nach einer erneut von unzähligen Witzen gesäumten Fahrt, das Gerätehaus Berg. Während sich ein Teil noch zu einer kleinen „Apres-Rodel-Feier“ in die Flori-Alm setzte, machte sich der Rest auf nach Hause und fiel nach diesem anstrengenden aber vor allem sehr schönen Erlebnistag todmüde ins Bett. Doch die Meinung aller Teilnehmer war einhellig „Super Ausflug und möglichst bald wieder!“
In diesem Rahmen möchten wir uns vor allem beim Vorstand für die Ermöglichung und Organisation des Ausflugs, sowie bei Florian Knappe für die gelungene Organisation und Austragung der Bayerischen Olympiade bedanken. Der Tag hat sein Ziel, die Kameradschaft unter den Aktiven der Wehr zu steigern, bestimmt nicht verfehlt.