Gemeinsame Eisrettungsübung mit Wasserwachten des Starnberger- und Pilsensee´s
Am 09.01.2010 hatten fünf Mitglieder der Feuerwehr Berg auf Einladung der Wasserwacht Starnberg die Möglichkeit, an einer Eisrettungsübung am Pilsensee teilzunehmen.
Nach einem Vortrag über die Grundlagen der Eisrettung in der Wasserrettungsstation Kempfenhausen fuhr man gemeinsam zu dem bereits fast komplett zugefrorenem See. In der Wasserwachtstation der Ortsgruppe Pilsensee rüsteten sich die Übungsteilnehmer noch im Warmen mit Neoprenanzügen aus. Mit dem Eisrettungsschlitten ging es danach auf das Eis zur noch nicht zugefrorenen Stelle in der Mitte des Pilsensees. Dort angekommen ging ein Mitglied der Wasserwacht Richtung Abbruchkante auf das immer dünner werdende Eis, bis er einbrach, um eine vermeintlich eingebrochene Person zu mimen. Mit dem Rettungsschlitten wurde er umgehend aus dem kalten Wasser gerettet. Auf dem Eisrettungsschlitten befinden sich immer mind. zwei Personen. Einer sitzt vorne, um die Person aus dem Wasser zu retten, der zweite schiebt den Schlitten und unterstützt bei der Rettung. Die restliche Mannschaft zieht den Schlitten mit Leinen wieder zurück auf das sichere Eis, wenn der Eingebrochene gerettet ist. Diese Übung wurde von jedem Teilnehmer wiederholt.
Anschließend ging es für alle ins kalte Wasser, um eine Person mit Hilfe eines Spineboards, dies ist ein schwimmfähiges Rettungsbrett, aus dem Wasser zu holen. Hierzu springt der Retter mit dem Brett ins Wasser, schiebt das Brett unter den Eingebrochenen und umklammert diesen anschließend, so dass beide auf dem Brett liegen. Nun ziehen die auf dem Eis gebliebenen Retter die beiden Personen mit einer Leine, die am Spineboard befestigt ist, aus dem Wasser. Diese Methode ist äußerst schnell und somit sehr effektiv für die Eisrettung. Danach konnte jeder selber versuchen, alleine aus dem kalten Wasser wieder auf das festere Eis zu gelangen, was nicht sehr einfach war, obwohl lediglich ein Neoprenanzug und nicht noch schwere, mit Wasser vollgesaugte Bekleidung getragen wurde.
Nach fast zwei Stunden auf dem Eis ging es zurück in die warme Wasserrettungsstation zum umziehen und heißen Tee trinken. Nach der Rückfahrt und dem aufräumen ging ein sehr eindrucksvoller Übungstag zu Ende, bei dem einige neue Erkenntnisse gesammelt werden konnten. Unser herzlicher Dank gilt der Wasserwacht Starnberg, allen voran Markus und Holger.