Teilnahme am Lehrgang Haben und Sichern von schweren Lasten in Haar
Am Samstag den 16.07.2011 nahmen vier Kameraden der Feuerwehr Berg an einem Lehrgang zum Thema „Heben und Sichern von schweren Lasten“ teil, welcher auf einem Übungsgelände in München-Haar stattfand.
Ziel des Lehrgangs war es die Grenzen unterschiedlicher Hebegerätschaften kennen zu lernen und in einem praktischen Teil komplexe Einsatzszenarien abzuarbeiten.
Nach dem Start um 09.00 h erhielten wir zuerst eine theoretische Einweisung in die Thematik des Sicherns und Hebens von Lasten. In dieser wurden uns Bilder und Videos diverser Einsätze gezeigt, bei denen es um eine schnelle und sichere Rettung verunfallter und eingeklemmter Personen ging. Die Einsätze wurden dann dazu genutzt uns zu zeigen welche Gewichte in den jeweiligen Fällen angehoben und gesichert werden mussten, z.B. wenn ein LKW umgekippt ist oder ein PKW unter einen LKW gefahren ist. Hierbei wurden wir unter anderem auch über die Eigenschaften und die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Rettungsgeräte informiert. Anhand weiterer Fallbeispiele durften wir dann selbst berechnen, welche Lasten angehoben werden müssen und welche Rettungsmittel jeweils verwendet werden können.
Nach einer kurzen Pause ging es dann zum praktischen Teil. Geübt wurde zuerst ein Einsatz, bei dem ein PKW unter der Hinterachse eines LKW´s steht. Das rechte Hinterrad des LKW-Anhängers hatte dabei den Fahrer des PKW eingeklemmt (siehe Fotos). Ziel der Übung war es, den LKW Anhänger zu sichern, um den Fahrer bei der Rettung vor weiteren Verletzungen zu schützen. Anschließend galt es, den Anhänger anzuheben, damit der Fahrer befreit werden konnte. Bei dieser Übung wurden unterschiedlichen Rettungsgeräte eingesetzt, so dass wir die Vor- und Nachteile direkt erfahren konnten. Anschließend spielten wir dasselbe Einsatzszenario noch einmal auf Zeit durch, um zu zeigen, dass auch eine solch komplexe Lage bei ordentlicher Planung in vergleichsweise kurzer Zeit abgewickelt werden kann.
Bei der zweiten praktischen Übung musste ein umgekippter Linienbus mittels Hebekissen und eines speziellen Abstützsystems sicher angehoben werden, so dass Personen, die sich unter dem Bus befunden hätten, zu retten gewesen wären. Auch hier wurde deutlich, dass durch eine korrekte Einschätzung der Lage und ein systematisches Vorgehen die Zeit der Rettung sehr gering gehalten werden kann. Allerdings muss man berücksichtigen, dass bei einer solchen echten Einsatzlage noch weit mehr Faktoren zu berücksichtigen sind und vor dem Anheben des Busses zuerst verletzte Businsassen befreit werden müssten.
Die teilnehmenden Kameraden konnten durch den Lehrgang wichtige Erfahrungen sammeln, die Ihnen helfen ähnliche Einsatzlagen besser einschätzen und abarbeiten zu können.